Sonntag, 10. September 2017

Wagenknecht in LU erstmal Sorry

Wagenknecht in LU -erstmal Sorry!











Am Samstag, den 09.09.2017 besuchte die Spitzenkandidatin Sahra Wagenknecht nach einer Rede in Mannheim auch Ludwigshafen.
Von 17 bis 20 Uhr fand dort am Berliner Platz eine Informationsveranstaltung der Partei Die LINKE statt.

Für eine (auch) symbolische Handlung meinerseits währenddessen muss ich mich wohl entschuldigen. Auch wenn mir noch immer nicht ganz klar ist, worin genau das Missverständnis eigentlich lag. 

Doch der Reihe nach. 

Angenehm fand ich schon in der Vorankündigung, dass man nicht schon wieder einmal erfahren musste wer "kommt". 
"X" kommt, "Y" kommt, etc. pp. 
Das ist ja alles sehr schön für diese Menschen. 

Der Slogan der Linken aber ist: "Wir sind für Sie da. DIE LINKE."
Na also, es geht demnach auch anders.






Nach einem Einsatz für AgR (Aufstehen gegen Rassismus) traf ich pünktlich am Ort des Geschehens ein. 
Diverse lokale Größen, wie etwa Gerald Unger stimmten das zunehmend zahlreiche Publikum verbal ein. 













Und eine wahrlich nicht unflotte Kapelle. Bevorzugter Stil war Punk, wenn ich mich nicht irre. Die waren wirklich gut. Aber vor allem: laut! Sehr laut. Also. Wirklich laut. Hier sollte man dann doch ein wenig nachbessern, finde ich. Weniger ist manchmal wirklich mehr. 















Gerald Unger war es übrigens auch, der mein Hartz IV-Buchpaket-Geschenk für Sahra Wagenknecht übernahm und dies auch tatsächlich öffentlich aushändigte. Vielen Dank! 
Bei Andrea Nahles in Mannheim war man ja kürzlich nicht so nett. Zumindest nicht für mich wahrnehmbar, bislang. 

Und -natürlich- habe ich Frau Wagenknecht mein Buchpaket aus anderen Gründen zukommen lassen, als Frau Nahles. :-) 




In einer fundierten, konkreten und durchaus auch absolut engagierten Rede, sprach Sahra Wagenknecht dann viele der brennenden Probleme in Deutschland und der Welt an. 
So sehr ich meinen kritischen Geist auch bemühte, konnte ich hierbei keine Position, keine Attitüde und auch keinen konkreten beabsichtigten Ansatz finden, der nicht auch meiner eigenen Überzeugung entspräche. 

Und das lag keineswegs an zu allgemeinen oder schwammigen Erklärungen von der Bühne herab. 

Wagenknecht warnte alle im Publikum, die mehr als 7100,- Euro im Monat verdienen, dass, bei einem entscheidenden Einfluß der LINKEN, diese dann etwas weniger monatlich in der Tasche haben werden ...!
Das Entsetzen im Publikum darüber hielt sich jedoch in sehr sehr engen Grenzen. 
Auf der anderen Seite sollen Einkommen bis 1400,- im Monat steuerfrei bleiben. Auch dagegen gab es keinerlei Einwände. 
"Von deutschem Boden darf nie wieder Krieg ausgehen!" Ein ursprünglich(!) sozialdemokratisches Prinzip solle künftig wieder tatsächlich konsequent umgesetzt werden, auch dies eine wichtige Aussage.   
Die Besteuerung von Reichen und Superreichen ("Nein, nicht vom kleinen Häuslebauer, ganz sicher nicht!") gehörte natürlich ebenso zu den Forderungen, wie die strikte Ablehnung der Agenda 2010.

Kommen wir zu meinem Lapsus.
Als ausführlich über die "nachgelagerte Korruption", also das hochdotierte Wechseln von Spitzenpolitikern anderer Parteien in Wirtschaftssparten, für die sie zuvor politisch verantwortlich zeichneten zur Sprache kam, wurde anschließend auch nochmals über offene und verdeckte Parteispenden berichtet. Die LINKE ist hierbei in unserem Land die einzige Partei, die keine Spenden aus der Wirtschaft entgegen nimmt. 
Demnach ist sie auf ihre Mitglieder und Spenden aus der Bevölkerung angewiesen. 
Als ich dies hier nun nochmals hörte, nahm ich spontan einen 20,- Euroschein aus meinem Geldbeutel und reichte ihn sichtbar jemandem auf der Bühne. 
Der Herr schüttelte aber nur unwillig den Kopf und nahm diesen nicht entgegen.
Meine Absicht war hier, offen und transparent zu zeigen, dass ganz normale Menschen gern bereit sind, einen ihnen möglichen Beitrag zu leisten. 
Aus der Reaktion und auch aus Äußerungen von Umstehenden "Was sollte das denn!!", "Protestierst Du wieder?!", u.ä. entnehme ich aber, dass dies ein Fehler war. Entschuldigung nochmals!

Natürlich landete der Schein dann einige Zeit später, entsprechend unauffällig, in der Spendendose am Stand im Hintergrund. 





















Anschließend an die Rede von Sahra Wagenknecht gab es für das Publikum die Gelegenheit den regionalen Größen der Partei Fragen zu stellen und sich zu äußern. 
Ich nutzte dies, um danach zu fragen, ob die Abschaffung der Sanktionen im Hartz IV für die LINKE unverhandelbar sei. 
Und erhielt auch klar die erhoffte Antwort: sie ist es!
Die LINKE beharrt also unverrückbar auf der Abschaffung von Hartz IV und insbesondere der existenzgefährdenden und unwürdigen Sanktionen.





Soweit mein Bericht. 
Weiteres findet man auf den Seiten von Die LINKE.

Ach ja, eines noch.
Hat Andrea Nahles kürzlich in Mannheim lebhafter, leidenschaftlicher, wenn man so will "mitreißender" gesprochen?
Hat sie. 
Aber: wenn ich sowas brauche, schaue ich mir eine Oper, einen Ausdruckstanz oder gute Standup-Comedy an!
Sarah Wagenknecht hat sehr gut und engagiert gesprochen. 
Und dabei über die richtigen und die wichtigen Inhalte. Konkret und auf der Basis von Werten und Humanität. 
Es geht um das Wohl von Menschen, um Würde und Gerechtigkeit. 
Und das ist mir persönlich wichtiger, als eine begabte Cheerleaderin zu bestaunen!

Anbei noch einige Fotos, Vergrößerung durch Klick und meinerseits copyrightfrei. 

MfG
Burkhard Tomm-Bub,
Ludwigshafen

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UPDATE:







Ab 1 Stunde 30 Minuten ist auch meine Wenigkeit live zu erleben ...

https://www.youtube.com/watch?v=B656oa-hMRs

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Kommentare:

  1. Zu deinem Lapsus sei gesagt: Sie kennen dich dich nicht, wissen nicht, wie du tickst. Auch die Umstehenden, die dich als Protestierer kennen, sahen nicht deine ehrliche Absicht.
    Objektiv, auch so sähe ich das, kennte ich dich nicht, vermittelt deine Handlung: Hier nehmt man, ihr armen Schwachmaten.
    Hat was von: Hier, haste Kohle, sei still.
    Es wird wie "gönnerhaftes Verhalten" rübergekommen sein, was aber eben NICHT deine Intention war.
    Sahra Wagenknechts Team musste diesen Geldschein ablehnen, um im Kontext ihrer Rede nicht als Bettlerin dazustehen.
    Stell dir vor, andere oder sogar viele wären deinem Beispiel gefolgt. Es hätte Table-Dance und/oder Bettelcharakter. Das hast du nicht bedacht, du hast sie zum falschen Zeitpunkt beim Wort genommen.
    Wir alle machen Fehler, aus denen wir lernen können. Du bist auch nicht davor gefeit, na und?
    Leider verirren sich gute Leute selten in meine Stadt....(auf wen du das jetzt münzt, ist deine Sache :-)

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  2. Guten Tag.
    Und vielen Dank! Jetzt verstehe ich es etwas mehr.
    Werde versuchen, mich zu bessern.
    :-)
    MfG
    BTB

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